Pfalz.info

Bereiche · entlang der Route

  1. Wein & Weinstraße
  2. Wandern & Pfälzerwald
  3. Burgen & Felsen
  4. Städte & Orte
  5. Camping & Unterkünfte
  6. Feste & Kulinarik
  7. Reiseplanung
  8. Land & Leute

km 0 Bockenheim Schweigen km 85

Burgen & Felsen

Burgen im Wasgau: Wegelnburg, Lindelbrunn, Drachenfels und Fleckenstein

Felsenburgen an der Grenze: von Nothweiler bis ins Elsass

Stand: · 8 Min. LesezeitTermine geprüft am Wasgau · Wegelnburg 572 m · Fleckenstein (Elsass) ab 2.11. geschlossen

Burgreste auf einem Sandsteingrat mit Felsstufen und Fernsicht über viele bewaldete Hügel
Wasgau Felsenburgreste mit Fernsicht. Keine bestimmte Burg. Symbolbild

Kurz gesagt

Im Wasgau, dem felsigen Süden des Pfälzerwalds, stehen die Burgen dicht an dicht: Wegelnburg, Lindelbrunn, Drachenfels und, jenseits der Grenze im Elsass, Fleckenstein. Die Wegelnburg gilt mit gut 570 Metern als höchstgelegene Burg der Pfalz. Die meisten Ruinen sind ganzjährig frei zugänglich, nur Fleckenstein hat feste Öffnungszeiten.

Welche Burgen stehen im Wasgau, und was verbindet sie?

Der Wasgau reicht von der Pfalz bis in die Nordvogesen, und seine Burgen ähneln sich: Sie sitzen auf Felsen aus Buntsandstein, die Stufen, Kammern und Treppen sind in den Fels gehauen, und die meisten Anlagen entstanden im 12. und 13. Jahrhundert. Zerstört wurden sie überwiegend im 16. und 17. Jahrhundert, danach blieben sie Ruinen. Warum es so viele Burgen gibt, behandelt die Seite zur Burgengeschichte; hier geht es um die einzelnen Anlagen, ihre Lage, die Aufstiege und die Grenzburgen. Die bewohnte Burg Berwartstein und die drei Dahner Burgen haben eigene Seiten.

Der Naturraum selbst, seine Orte und Wanderwege sind auf der Seite zum Wasgau beschrieben. Eine Region, in der man mehrere Burgen an einem Tag besuchen kann, ist das Dahner Felsenland, wo zudem die Premiumwege zahlreiche Ruinen verbinden.

Was zeichnet die Wegelnburg aus?

Die Wegelnburg bei Nothweiler liegt nach der Pfalz.Touristik und der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland auf 572 Metern Höhe, die GDKE nennt 575 Meter. Sie ist die höchstgelegene Burganlage der Pfalz, langgestreckt auf einem Berggrat gelegen, mit einem weiten Blick über das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die GDKE beschreibt sie als eines der beliebtesten Fotomotive im Pfälzerwald; die erhaltenen Reste seien zwar spärlich, aber sie reichten, um einen Eindruck von der einst komplexen Anlage zu geben.

Gegründet wurde die Burg nach der GDKE wohl im 12. oder 13. Jahrhundert von den Staufern. 1282 belagerten Truppen des Hochstifts Straßburg die Burg und zerstörten sie womöglich erstmals. 1330 wurde sie an die Kurpfalz verpfändet, 1417 an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken weitergegeben, und 1680 zerstörten französische Truppen die Anlage. Seit 1963 liegt sie in der Obhut der Schlösserverwaltung des Landes. Sie gliederte sich in Unter-, Mittel- und Oberburg; in den Fels gemeißelte Treppen und Nischen, Balkenlöcher, eine gemauerte Treppe und erneuerte Torbögen verraten die innere Struktur.

Burgreste auf einem kahlen Sandsteinrücken mit in den Fels geschlagenen Stufen und weiter Sicht nach Süden
Felsstufen Stufen im Fels führen zu den Mauerresten. Symbolbild

Der Aufstieg beginnt in Nothweiler. Von der Ortsmitte braucht man nach der GDKE etwa 45 Minuten bis zur Burg und überwindet dabei 350 Höhenmeter; es geht steil zur Wegspinne am Langen Felsen, dort führt ein beschilderter Pfad hinauf. Die Wegelnburg ist ganzjährig und kostenfrei zugänglich, einen Winterdienst gibt es nicht. Die Sage kennt eine Prinzessin Hirlanda, die hier gewohnt haben soll.

Was erwartet Sie auf Lindelbrunn und Drachenfels?

Die Burgruine Lindelbrunn bei Vorderweidenthal liegt in 440 Metern Höhe auf einem Bergkegel. Die GDKE nennt sie einen der schönsten Aussichtspunkte der Pfalz; bei klarem Wetter überblickt man den gesamten Wasgau bis zur französischen Grenze. Gegründet wurde sie im 12. Jahrhundert, vermutlich als Reichsburg, und nach mehreren Fehden 1525 im Bauernkrieg zerstört. Als Gipfelburg auf allseits abfallendem Fels brauchte sie weder Halsgraben noch Zwinger; die Außenmauern bildeten zugleich die Ringmauern. Die erhaltenen Bauteile stammen größtenteils aus der Gründungszeit, auch wenn Rekonstruktionen des 20. Jahrhunderts das Bild teilweise überformen. Am besten erhalten ist der Palas im Südwesten, in dessen Buckelquadermauern drei Doppelfenster mit Nischen und Sitzbänken eingelassen sind. Der Name soll sich nach der Pfalz.Touristik auf den Burgbrunnen beziehen, an dem eine große blühende Linde stand. Von der Landstraße von Silz aus erreichen Sie den Parkplatz am Forsthaus und gehen von dort 15 bis 20 Minuten hinauf; die Ruine ist ganzjährig und kostenfrei begehbar.

Die Burgruine Drachenfels bei Busenberg sitzt auf zwei steilen, schmalen Felsen. Sie wurde nach der Pfalz.Touristik vermutlich kurz nach 1200 erbaut, die Verbandsgemeinde nennt die Herren von Drachenfels für die Zeit von 1209 bis 1344, und 1523 wurde sie fast völlig zerstört. Erhalten sind das mächtige östliche Torgebäude, die Felsenkammer der Oberburg, Reste eines Flankierungsturms der Unterburg sowie zahlreiche in den Fels gehauene Kammern und Verbindungsgänge. Das Wahrzeichen der Burg, die Umrisse einer Drachenfigur, war in die östliche Wand der Kernanlage eingeritzt und wurde später teilweise beschädigt. Die Ruine ist ganzjährig zugänglich; als kurzer Zugang gilt die Drachen-Tour von rund 5,4 Kilometern, die Pfälzerwald-Vereins-Hütte am Drachenfels öffnet nach der Verbandsgemeinde mittwochs, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Warum liegt Fleckenstein im Elsass, und wie besuchen Sie die Burg?

Fleckenstein liegt unmittelbar an der Grenze bei Lembach in Frankreich, gehört aber zur Gruppe der typischen Felsenburgen des Wasgaus und wird meist mit den Pfälzer Burgen zusammen genannt. Sie entstand nach der Pfalz.Touristik vermutlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts auf einem 30 Meter hohen und etwa acht Meter breiten Sandsteinfelsen, der selbst Teil der Anlage ist. Von 1129 bis 1720 war sie Stammsitz der Familie Fleckenstein; 1680 sprengten französische Truppen die Burg, sie wurde nicht wieder aufgebaut. Zu sehen sind in den Fels gehauene Gänge und Kammern, eine Ahnengalerie und eine weite Aussicht über Nordvogesen und Pfälzerwald; für Familien gibt es den rund dreistündigen Parcours „Rätselburg“.

Anders als die Pfälzer Ruinen hat Fleckenstein feste Öffnungszeiten, die Preise nennt der Betreiber. Nach der Pfalz.Touristik gilt 2026: vom 28. März bis 30. Juni täglich 10 bis 17:30 Uhr, im Juli und August 10 bis 18 Uhr, vom 1. September bis 24. Oktober wieder 10 bis 17:30 Uhr und vom 25. Oktober bis 1. November täglich 10 bis 17 Uhr. Vom 2. November bis 25. Dezember bleibt die Burg geschlossen; vom 26. Dezember 2026 bis 3. Januar 2027 ist sie täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet, vom 4. Januar bis 26. März 2027 jeden Sonntag von 12 bis 16 Uhr, jeweils außer bei Schnee oder Glatteis (Stand 27.10.2026). Mit der Pfalzcard ist der Eintritt frei, nicht jedoch die Rätselburg.

Welche weiteren Burgen liegen an der Grenze?

Der Deutsch-französische Burgenweg verbindet nach der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland acht Burgruinen auf einer Strecke von 32,8 Kilometern. Er beginnt in Schönau, führt über Schlüsselfelsen und Langen Fels zur Wegelnburg und überschreitet nach rund 500 Metern am Kaiser-Wilhelm-Stein die Grenze. Dort folgt die Hohenbourg in 550 Metern Höhe, im Jahr 1523 in der Sickinger Fehde zerstört und danach als Renaissanceschloss wieder aufgebaut, von den Franzosen 1680 erneut zerstört. Besonders gut erhalten ist ein Tor zur Hauptburg mit Renaissanceskulpturen; über steile Treppen erreicht man den Turm mit einer Windrose. Weiter folgen Löwenstein, eine Burg aus dem 13. Jahrhundert auf zwei nebeneinander liegenden Felsen, die schon im 14. Jahrhundert zerstört wurde, Fleckenstein, Froensbourg, Wasigenstein und Arnsbourg.

Wichtig für die Planung: Die Burgruine Froensbourg ist wegen Sanierungsbedarf seit März 2022 gesperrt und darf nicht betreten werden. Außerdem sind der Felsenland Sagenweg und der Deutsch-französische Burgenweg nach der Verbandsgemeinde im Bereich Lindelskopf, Pfälzerwoog, Maimont, Friedenskreuz, Opferschale und Burgruine Blumenstein wegen Windbruch zwischen Schönau und Fischbach gesperrt (Meldung ohne Datum, abgerufen am 27.10.2026). Die Burgruine Blumenstein oberhalb von Schönau stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt auf einem freistehenden Felsen; sie wurde vermutlich im Bauernkrieg 1525 zerstört. Für einen Blick auf sechs Burgen gleichzeitig nennt die Verbandsgemeinde die Puhlstein-Tour bei Busenberg: Sie ist nur 4,1 Kilometer lang.

Welche Burg passt zu welchem Ziel?

BurgOrtHöheZustandZugang und EintrittAufstieg
WegelnburgNothweilerrund 572 mspärliche Reste, Fels mit Treppenganzjährig, kostenfreirund 45 Minuten, 350 Höhenmeter ab Nothweiler
LindelbrunnVorderweidenthal440 mgut erhaltene Ruineganzjährig, kostenfrei15 bis 20 Minuten ab Parkplatz am Forsthaus
DrachenfelsBusenbergnicht angegebenTorgebäude, Felsenkammernganzjährig zugänglichDrachen-Tour 5,4 km
BlumensteinSchönaunicht angegebenSchildmauer erhaltenganzjährig zugänglich laut Verbandsgemeinde, Wege im Umfeld teilweise gesperrtWegezustand vorab bei der Verbandsgemeinde prüfen
FleckensteinLembach (Elsass)Fels 30 m hochgesprengte Ruinefeste Zeiten, ab 2.11.2026 geschlossenZuweg über Deutsch-französischen Burgenweg und Felsenland Sagenweg

Die Aufstiege sind teils steil, auf Felsen gibt es Stufen und Treppen, bei Nässe ist der Untergrund glatt. Planen Sie festes Schuhwerk ein. Wer mehrere Burgen verbinden will, findet Touren und Entfernungen auf der Seite zu den Burgenwanderungen.

Wie planen Sie die Anreise?

Mit dem Auto erreichen Sie das Gebiet aus Richtung Ludwigshafen und Mannheim über A 65, B 10 und B 427. Ohne Auto bietet sich der Ausflugszug Bundenthaler beziehungsweise Felsenland-Express an, der nach der Verbandsgemeinde bis Ende Oktober samstags, sonntags, an Feiertagen und mittwochs bis Bundenthal-Rumbach fährt. Außerhalb der Saison bleibt der Bus, etwa die Linie 856 zwischen Pirmasens und Dahn; die Fahrplanauskunft liefert der Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Die Burgen selbst liegen abseits der Haltestellen; rechnen Sie mit Fußwegen von 15 bis 20 Minuten (Lindelbrunn ab Parkplatz) bis rund 45 Minuten (Wegelnburg ab Nothweiler).

Unterkunft & Camping in der Pfalz

Übernachten lässt sich fast überall: beim Winzer, im Hotel in der Altstadt oder auf dem Campingplatz am Waldrand. Zu Mandelblüte, Wurstmarkt und Weinlesefest früh buchen.

  • Weingut & Gästezimmer

    Viele Weingüter vermieten Zimmer oder Ferienwohnungen, oft mit Weinprobe im Hof.

    Übernachten beim Winzer
  • Hotel & Ferienwohnung

    Bad Dürkheim, Deidesheim, Neustadt, Landau und Bad Bergzabern bieten die größte Auswahl.

    Hotels in der Pfalz
  • Camping & Wohnmobil

    Plätze am Rand des Pfälzerwalds, an Badeseen und Stellplätze bei Weingütern.

    Camping in der Pfalz

Hotels in der Pfalz vergleichen Partnerlink zu reise.de

Pfalz.info ist unabhängig und vermittelt keine Buchungen.

Häufige Fragen zu den Burgen im Wasgau

Welche Burg im Wasgau ist die höchste?

Die Wegelnburg bei Nothweiler. Sie liegt nach Pfalz.Touristik und Verbandsgemeinde auf 572 Metern, nach der GDKE auf 575 Metern; je nach Messung und Bezugspunkt weichen die Werte um wenige Meter ab.

Kann man alle Burgen kostenlos besichtigen?

Die Pfälzer Ruinen Wegelnburg und Lindelbrunn nach der GDKE ja. Dahner Burgen haben freien Eintritt in der Saison, der Berwartstein verlangt Eintritt, und Fleckenstein im Elsass hat Eintrittspreise, die der Betreiber nennt.

Ist Burg Fleckenstein in der Pfalz?

Nein, sie liegt im Elsass bei Lembach, unmittelbar an der Grenze. Sie wird hier wegen der Lage im Wasgau mitbehandelt.

Kann man die Burgen im Winter besuchen?

Die Pfälzer Ruinen Wegelnburg und Lindelbrunn ja, ohne Winterdienst; Fleckenstein hat im Winter stark eingeschränkte Öffnung. Die Dahner Burgen sind von November bis März geschlossen.

Warum sind so viele Burgen zerstört?

Viele Burgen wurden in Fehden, im Bauernkrieg und vor allem von französischen Truppen 1680 beziehungsweise 1689 zerstört. Im Wasgau nennen die Quellen unter anderem 1523, 1525 und 1680.

Quellen: GDKE Rheinland-Pfalz: Burgruine Wegelnburg; GDKE: Burgruine Lindelbrunn; Pfalz.Touristik: Burg Fleckenstein; Pfalz.Touristik: Burgruine Drachenfels; Pfalz.Touristik: Burgruine Hohenburg; Verbandsgemeinde Dahner Felsenland: Deutsch-französischer Burgenweg; Verbandsgemeinde Dahner Felsenland: Burgruine Blumenstein. Stand: Oktober 2026.