Burgen & Felsen
Felsen der Pfalz: vom Asselstein bis zum Jungfernsprung
Rote Buntsandsteinfelsen vom Asselstein bis zum Teufelstisch

Kurz gesagt
Die Felsen der Pfalz bestehen aus rotem Buntsandstein und bilden vor allem im südlichen Pfälzerwald Türme, Wände, Tore und Pilzfelsen. Berühmt sind der Teufelstisch bei Hinterweidenthal, der Asselstein bei Annweiler und der Jungfernsprung in Dahn. Viele sind frei zugänglich, manche dienen Kletterern, einige sind zeitweise wegen Vogelbrut gesperrt.
Woraus bestehen die Felsen der Pfalz, und wie sehen sie aus?
Die Felsen der Pfalz bestehen überwiegend aus Buntsandstein, einem Sedimentgestein, das in der Trias vor rund 250 Millionen Jahren abgelagert wurde. Die Farbe stammt vom Eisenoxid: Das Gestein erscheint rot, orange oder gelb, je nach Schicht und Licht. Nach der Ortsgemeinde Hinterweidenthal leuchten die Felsen mittags in kräftigem Rot, Ocker und Orange, morgens und abends in sanften Rosé- und Violetttönen, nach Regen wirken die Farben satter. Die Pfalz.Touristik nennt für den Asselstein die „Trifelsschichten“ des unteren Buntsandsteins, für den Altschlossfelsen bei Eppenbrunn die Trippstadt- und Karlstalschichten.
Dass aus dem Sandstein Felsen werden, liegt an der Verwitterung. Wind, Regen, Frost und Hitze tragen über Jahrmillionen weichere Schichten ab und lassen härtere stehen; so entstehen Türme, Tische, Waben und Überhänge. Die Entstehung der Region im Ganzen ist Thema der Seite zum Wasgau; wer sie vor Ort nachlesen will, kann den rund einstündigen Geopfad rund um die Fladensteine bei Bundenthal gehen, auf dem Tafeln die Erdgeschichte erklären.
Welche Felsen sind die bekanntesten?
Die Tabelle nennt eine Auswahl, die sich auf offizielle Angaben der Pfalz.Touristik, der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland und der Orts- und Verbandsgemeinden stützt. Maße stammen aus diesen Quellen und können je nach Messung abweichen.
| Fels | Ort | Besonderheit |
|---|---|---|
| Asselstein | Annweiler am Trifels | rund 60 m lang, über 10 m breit, an der höchsten Stelle 58 m hoch; erstmals im Juni 1860 bestiegen; Klettergebiet mit fast 80 Routen |
| Teufelstisch | Hinterweidenthal | rund 14 m hoher Pilzfelsen, Wahrzeichen der Region |
| Jungfernsprung | Dahn | rund 70 m hohes Felsmassiv mit Aussichtskanzel und Gipfelkreuz |
| Braut und Bräutigam | Dahn | zwei markante Felssäulen, Wahrzeichen der Stadt |
| Hochstein | Dahn | rund 200 m lange Felswand mit abgesicherter Aussichtskanzel |
| Büttelfelsen | Dahn | Leiter führt ins Innere des Felsens, Blick auf die Lämmerfelsen |
| Römerfelsen | Dahn | Felsenturm mit Doppelgipfel, Aussichtskanzel über eine Leiter |
| Geierstein | Bruchweiler-Bärenbach | Felsmassiv mit bis zu 50 m hohen Steilwänden |
| Eisenbahnfelsen | Bruchweiler-Bärenbach | 500 m langes Massiv mit Wabenstrukturen und Überhängen |
| Fladensteine | Bundenthal | sieben mächtige Felsmassive, Geopfad |
| Reitersprung | Ludwigswinkel | bis zu 30 m hoher Fels, tischähnliche Form |
| Rumbergtürme | Ludwigswinkel | fünf turmartige Felsen auf dem Rumberg |
| Altschlossfelsen | Eppenbrunn | 1,5 km langes Massiv, 30 m hoch, vier Türme, seit 1991 unter Denkmalschutz |
| Bruderfelsen | Rodalben | zwei Sandsteinsäulen, Wahrzeichen der Stadt |
Zum Teufelstisch gibt es eine eigene Seite: Teufelstisch bei Hinterweidenthal. Viele der Dahner Felsen liegen am Dahner Felsenpfad, der sie auf einer Runde von gut zwölf Kilometern verbindet; das Dahner Felsenland als Ganzes stellt Dahner Felsenland: Felsen, Burgen und Wege vor. Die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zählt 47 Naturdenkmale und 24 Aussichtsfelsen im Gebiet.

Was ist der Asselstein bei Annweiler?
Der Asselstein ist ein freistehendes Felsenriff in der Nähe der Reichsburg Trifels. Nach der Pfalz.Touristik ist es etwa 60 Meter lang, über 10 Meter breit und an der höchsten Stelle 58 Meter hoch; es besteht aus Gesteinen des unteren Buntsandsteins, den Trifelsschichten. Erstmals bestiegen wurde der Fels im Juni 1860. Heute gehört er mit fast 80 Routen zu den größeren Kletterzielen im Klettergebiet Südpfalz. Wanderer können ihn jederzeit besuchen. Er liegt am Richard-Löwenherz-Wanderweg und ist über die Trifelsstraße mit dem Auto oder mit der Buslinie 527 zu erreichen. Kletterer beachten die Regeln der Pfälzer Kletterer; mehr dazu auf der Seite zum Klettern. Die Burg selbst beschreibt die Seite zur Reichsburg Trifels.
Welche Formen haben die Felsen?
Die Felsen der Pfalz lassen sich in einige Grundformen sortieren. Pilz- oder Tischfelsen wie der Teufelstisch haben einen schmalen Sockel und eine breite Platte. Türme und Pfeiler stehen frei, etwa die fünf Rumbergtürme. Lange Wände und Riffe wie der Hochstein, der Eisenbahnfelsen oder der Lämmerfelsen reichen über Hunderte Meter. Felsentore, wie das Dahner Felsentor beim Aufstieg zur Burgruine Neu-Dahn, das Tor am Schillerfelsen in Dahn oder der Durchgang am Löffelsberg bei Busenberg, sind Durchbrüche, durch die Wanderwege führen. Aussichtskanzeln sind Felsplateaus, die mit Geländern oder Leitern gesichert wurden; die Verbandsgemeinde nennt unter anderem die Horbachkanzel bei Ludwigswinkel und die Jüngstbergkanzel bei Bundenthal.
Die Wabenstrukturen am Eisenbahnfelsen und die Überhänge der Hohlen Felsen gehen auf dieselbe ungleiche Verwitterung zurück. Viele Felsen bildeten außerdem natürliche Standorte für Burgen: Wie die Burgen sie nutzten, zeigen die Burgen im Wasgau, deren Treppen, Kammern und Zisternen direkt in den Sandstein gehauen sind.
Welche Sagen ranken sich um die Felsen?
Der Jungfernsprung in Dahn gilt der Verbandsgemeinde als Symbol der wohl berühmtesten Sage der Region. Weitere Sagen knüpfen an den Reitersprung bei Ludwigswinkel, wo Hufeisenspuren im Fels auf eine Erzählung verweisen, an die Fladensteine bei Bundenthal („Die sieben Brüder“), den Wachtfelsen oberhalb von Dahn („Der vergessene Posten“), den Maimontgipfel bei Fischbach („Die weise Frau geht um“, „Ein Heer steht auf“) und den Christkindelsfelsen bei Rumbach. Auch der Bruderfelsen in Rodalben hat nach der Pfalz.Touristik seine eigene Sage. Das Felsenland Sagenweg verbindet 24 Sagen und Geschichten; eine Broschüre „Sagen, Mythen und Legenden“ erhalten Sie in der Tourist-Information Dahner Felsenland.
In welchen Regionen liegen die Felsen?
Ein besonders felsenreiches Gebiet ist das Dahner Felsenland mit seinen Premiumwegen, in dem die Felsen von Dahn, Bruchweiler-Bärenbach, Bundenthal, Ludwigswinkel und Busenberg liegen. Daran schließt sich nach Südwesten die Gegend um Eppenbrunn mit Altschlossfelsen und kleineren Teufelstischen an, die die Pirmasenser Urlaubsregion bewirbt. Am Altschlossfelsen finden sich Spuren einer ehemaligen Befestigung, die wahrscheinlich nach 1279 von den Grafen von Zweibrücken-Bitsch errichtet wurde; 1605 waren alle Hinweise auf die Burg verwischt. Um Hinterweidenthal und Hauenstein liegen der Teufelstisch und die Klettergebiete der Urlaubsregion Hauenstein, die nach eigener Angabe an über 200 Buntsandsteinfelsen und Türmen Klettertouren in allen Schwierigkeitsgraden bietet. Nördlich davon liegt Rodalben: Der rund 44 Kilometer lange Rodalber Felsenwanderweg führt nach der Pfalz.Touristik an über 120 Felsmassiven aus Buntsandstein vorbei. Bei Annweiler am Trifels steht der Asselstein, ein beliebtes Klettergebiet.
Wie schützen Sie die Felsen, und was ist beim Besuch zu beachten?
Felsen sind Lebensraum: Wanderfalke, Uhu und Kolkrabe brüten in den Wänden. Zum Schutz sperrt die Vereinigung der Pfälzer Kletterer gemeinsam mit den Naturschutzbehörden einzelne Felsen oder Felsteile. Nach ihr gelten die Sperrungen meist von Anfang Februar bis Anfang Juni (Kolkraben) beziehungsweise Anfang Juli (Wanderfalke und Uhu); Sperrschilder vor Ort haben Vorrang vor jeder Liste. An Felsen, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind, sind nach den Richtlinien der Kletterer massive Eingriffe wie das Abschlagen von Gestein oder das Verändern von Griffen aufgrund einer Rechtsverordnung verboten. Auf der aktuellen Sperrliste standen am 27.10.2026 drei Felsen: Bänderfels (Kaiserweg) und Schafsfelsen (Schandarie) im Erfweiler Gebiet sowie der Heufels im Hinterweidenthaler Gebiet. Beachten Sie solche Hinweise auch als Wanderer: Bleiben Sie auf den Wegen und vermeiden Sie unnötigen Lärm; Kletterregeln und Gebiete erklärt die Seite Klettern in der Pfalz.
Beim Besuch gilt: Nicht alle Felsen und Abgründe sind mit Seilen oder Geländern gesichert, an vielen Stellen ist Trittsicherheit erforderlich, wie die Pfalz.Touristik in ihren Sicherheitshinweisen schreibt. Herabfallende Äste nach Gewittern, Laub, das Unebenheiten verdeckt, und rutschiger Fels bei Nässe sind weitere Risiken. Aussichtskanzeln sind nach der Verbandsgemeinde abgesichert, Leitern führen auf manche Felsen; auf Burgfelsen der GDKE ist das Beklettern von Mauern und Türmen verboten. Gerade im Herbst kann Laub am Boden Wurzeln und Steine verdecken.

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Häufige Fragen zu den Felsen der Pfalz
Welcher ist der höchste Felsen der Pfalz?
Das lässt sich nicht eindeutig sagen, weil die Quellen Höhe, Länge und Meereshöhe unterschiedlich messen. Der Asselstein ist an der höchsten Stelle 58 Meter hoch, der Geierstein hat bis zu 50 Meter hohe Steilwände, der Jungfernsprung rund 70 Meter.
Warum sind die Felsen rot?
Der Buntsandstein enthält Eisenoxid, das ihm Farben von Rot über Orange bis Gelb gibt. Mit dem Licht verändern sich die Töne von kräftig rot am Mittag bis rosé und violett am Abend.
Darf man auf die Felsen steigen?
Aussichtsfelsen mit Geländern und Leitern sind dafür vorgesehen, zum Beispiel Römerfelsen, Büttelfelsen oder Wachtfelsen. Klettern ist nur nach den Regeln der Kletterverbände und außerhalb der Sperrungen erlaubt; weitere Details stehen auf der Seite zum Klettern.
Wo finde ich viele Felsen auf einer Wanderung?
Zum Beispiel auf dem Dahner Felsenpfad von gut zwölf Kilometern, auf dem Dahner Rundwanderweg von 18,7 Kilometern oder auf dem 44 Kilometer langen Rodalber Felsenwanderweg, der an über 120 Felsmassiven vorbeiführt.
Sind die Felsen im Winter zugänglich?
Die meisten Felsen sind ganzjährig frei zugänglich. Schnee und Eis machen Treppen, Leitern und Aussichtskanzeln aber rutschig, und ein Winterdienst findet nicht statt.
Quellen: Pfalz.Touristik: Asselstein; Pfalz.Touristik: Altschlossfelsen; Pfalz.Touristik: Bruderfelsen Rodalben; Verbandsgemeinde Dahner Felsenland: Geologie; Ortsgemeinde Hinterweidenthal: Naturwunder; Vereinigung der Pfälzer Kletterer: Sperrliste; Urlaubsregion Hauenstein: Klettern. Stand: Oktober 2026.