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Burgen & Felsen

Burg Hohenecken in Kaiserslautern: Stauferburg auf dem Schlossberg

Stauferburg mit Bergfried, Schildmauer und Palas, frei zugänglich

Stand: · 12 Min. LesezeitTermine geprüft am Nach 1150 gegründet · Eigentum der Stadt

Burgruine auf einem bewaldeten Bergrücken mit hohem fünfseitigem Bergfriedstumpf aus rotem Buckelquaderwerk und breiter Schildmauer, Herbstwald
Burg Hohenecken Bergfried und Schildmauer. Symbolbild

Kurz gesagt

Die Burg Hohenecken thront auf dem 363 Meter hohen Schlossberg über dem Kaiserslauterer Stadtteil Hohenecken. Reichsministeriale errichteten sie nach der Mitte des 12. Jahrhunderts, bis zur Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg blieb sie Reichslehen. Die Ruine mit Bergfried, Schildmauer und Palas ist kostenlos und jederzeit zugänglich.

Wie kommt man zur Burg Hohenecken?

Die Ruine liegt oberhalb des Dorfkerns von Hohenecken, das seit 1969 zu Kaiserslautern gehört. Der Weg beginnt im Ort und führt an der Rochuskapelle vorbei, markiert mit einem roten Kreuz, steil hinauf zum ausgedehnten Burgplateau. Parkplätze gibt es an der Burgherrenhalle in der Forststraße 2a. Die Burg gehört der Stadt Kaiserslautern und kann kostenlos und jederzeit besichtigt werden; im Winter öffnet sich von oben ein weiter Blick über das Landstuhler Bruch. Ein Rundweg von rund 3,5 Kilometern führt zurück zur Halle.

Wer die Burg mit dem Rest der Stadt verbinden will, findet auf der Seite Kaiserslautern die übrigen Ziele. Zwei Themenwege tragen den Namen der Burg: der Ritter-Reinhard-Weg und der Hildegard-Weg, den der Förderverein mit Stationen wie dem Retzenbrunnen und der Rochuskapelle beschreibt. Weitere Ruinen der Region stellt die Seite Burgen im Wasgau vor, die Landstuhler Burg die Seite Burg Nanstein.

Was sieht man beim Gang durch die Ruine?

Die Burg betritt man von Nordosten durch einen grabenartigen Hohlweg. Eine aufragende Sandsteinfelswand schließt die Anlage hier ab. Am Ende des Wegs steht rechts das Burgtor mit einem Wappen und der eingemeißelten Jahreszahl 1560. Diese Zahl erinnert an den Bau der jüngeren Unterburg, die man durch den Torbogen betritt. Von den Gebäuden der Unterburg ist nichts mehr aufrecht: Auf der linken Seite zeigen Fundamente und eine Giebelwand ein ehemaliges Gesindehaus oder einen Stall, darin stehen heute Bänke und Tische. Gleich neben dem Tor, auf der Innenseite der Felsbarriere, liegt eine Felskammer, die einst als Wachthaus diente.

Dahinter erhebt sich der Fels der Oberburg mit Bergfried und Schildmauer. Auf der linken Ecke der Schildmauer steht eine ausführliche Informationstafel zur Geschichte der Anlage.

Wer baute die Burg Hohenecken?

Gründer und Gründungsjahr sind nicht überliefert. Sicher ist, dass die Burg nach der Mitte des 12. Jahrhunderts im Auftrag des Reichs entstand und an Reichsministeriale verliehen wurde, die sich nach ihr nannten. Nach 1212 wird mit Siegfried II. erstmals ein Familienmitglied greifbar, das sich nach Hohenecken benannte. Die Herren von Hohenecken stammen aus einem Wormser Ministerialengeschlecht, das sich seit 1162 nach (Kaisers-)Lautern nannte und bis zur Regierungszeit König Rudolfs von Habsburg (1273 bis 1291) bei den Königen und Kaisern im Reich und in Italien hohe Ämter bekleidete, darunter Schenk und Marschall.

Siegfried II. war ein Sohn des Ritters Reinhard I. von Lautern, den König Friedrich II. 1214 mit dem Patronatsrecht von Ramstein beschenkte. Spätestens seit 1216 hatte er den einträglichen Zoll im Reichsland inne und amtierte als Reichsschultheiß in Lautern, ein Amt, das auch das große Reichsland westlich und nördlich der Stadt umfasste. 1252 war er zugleich Reichsschultheiß in Lautern und in Hagenau. Seine vier Söhne wirkten in Reichsämtern außerhalb der Pfalz, Landolf wurde Bischof von Worms.

Zur Herrschaft Hohenecken gehörten sieben Dörfer und etwa 4.000 Hektar Rodungsland. Die Familie besaß oder teilte weitere Burgen: Perleburg, Huneburg, Wiesbach, Spangenburg und Kropsburg. Im 13. Jahrhundert stiftete sie außerdem die Deutschordenskommende Einsiedel westlich von Kaiserslautern. Siegfrieds Sohn Reinhard III. genoss die Gunst König Richards von Cornwall; ihm waren 1273 die Burg Trifels und die Reichskleinodien anvertraut.

Warum blieb Hohenecken Reichslehen?

Mit der Übergabe der Reichskleinodien an König Rudolf von Habsburg 1273 begann der vorübergehende Niedergang der Familie. Sie verlor das Reichsschultheißenamt und die Lauterer Geleitrechte, Reinhard III. häufte einen Schuldenberg an, und seit 1274 folgten Notverkäufe. Sein Sohn Heinrich III. musste nach 1280 seine Anteile an der Kropsburg sowie Land verkaufen. Die Burg Hohenecken aber blieb der Familie. Das belegt eine mittelbare Belehnung, die 1277 der Landvogt im Speyergau, Graf Friedrich IV. von Leiningen, besiegelte. Zusammen mit der reichsministerialischen Herkunft der Hohenecker spricht das dafür, dass die Burg von Anfang an Reichslehen und damit Reichsburg war.

1323 überließ König Ludwig der Bayer Johann von Hohenecken die Burg ausdrücklich als Reichslehen. Als der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg 1332 die Pfandschaft über Kaiserslautern und das Reichsland erhielt, wollte er auch die Burg an sich bringen. Das Geschlecht wehrte das ab: Balduin erlangte Ende 1333 nur ein zeitlich begrenztes Öffnungsrecht und eine befristete Zusage militärischer Hilfe. Dafür zahlte er Johann von Hohenecken 200 schwarze Tournosen, in Frankreich geprägte Silbermünzen. Auch als die Pfandschaft 1357 an die Pfalzgrafen bei Rhein überging, blieb die Burg Reichslehen in der Hand der Herren von Hohenecken.

Wie wurde Hohenecken zur Ganerbenburg?

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Anlage zur Ganerbenburg, also zu einem Besitz mehrerer Familien. 1333 werden erstmals Burggemeiner erwähnt. Bedeutend waren später Heinrich von Scharfeneck und Emrich Kämmerer von Worms, die im 14. Jahrhundert Töchter der Hohenecker geheiratet hatten. Ihr Anteil geht auf Christine von Hohenecken (gestorben 1411) zurück, deren Töchter Kunigunde und Ludgard mit Emmerich Kämmerer von Worms und Ritter Heinrich von Scharfeneck verheiratet waren. Die Zusammensetzung der Ganerbschaft änderte sich durch Erbe, Verkauf und Verpfändung über die Jahrhunderte ständig. Die benachbarte Burg der Scharfenecker beschreibt die Seite Neuscharfeneck.

Die Hohenecker verloren in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts immer mehr Einfluss auf ihre Burg. 1357 ging das Lauterer Geleit endgültig verloren, 1369 musste die Burg nach einer verlorenen Fehde zwischen Erzbischof Gerlach von Mainz und Reinhard V. von Hohenecken für Mainz geöffnet werden; der Erzbischof verpflichtete sich dafür zu 20 Hellern für den laufenden Bauunterhalt. 1372 oder 1373 erzwangen die Grafen von Saarbrücken ein dreijähriges Öffnungsrecht. 1394 öffnete die Ganerbschaft die Burg der Stadt Kaiserslautern und erlaubte ihr, im Burgareal eine Hofstatt auszubauen. Bei Kriegsgefahr hatten die Hohenecker den Lauterern Zuflucht, Ein- und Auslass zu gewähren, umgekehrt galten für die Bürger ähnliche Pflichten.

1401 traten Gerhard von Kropsberg und Truchsess Hermann von Scharfeneck der Burggemeinschaft bei, 1403 ging ein Sechstel an die Herren von Helmstadt. Nach der Jahrhundertwende hatte die Ganerbschaft sechs niederadelige Anteilseigner. 1404 erhielt Boemund von Hohenecken von König Ruprecht nur noch zwei Teile der Burg und ein Sechzehntel der Huneburg als Reichslehen. Die wichtigsten Burgfriedensverträge stammen von 1411 und 1430; beide beschreiben den Burgfriedensbereich genau und verorten bei der Burg eine Münze, die Lauterer Münzprägestätte.

Wie viele Menschen lebten auf der Burg?

Neben den Ganerben und ihren Amtleuten waren auf Hohenecken Knechte und Mägde beschäftigt, meist wohnten sie auch dort. Der Burgfriedensbrief von 1430 nennt je zwei Turm- und Zwingerwächter; einer von ihnen musste in der Unterburg als Torwächter dienen. Für den Fall, dass sich keine geeignete Person fand, war ein zusätzlicher Wächter einzustellen. Ein aus den Reihen der Ganerben gewählter Baumeister leitete die vier oder fünf Wächter und Knechte. Insgesamt ist mit weniger als 15 erwachsenen Männern und einer geringeren Zahl von Frauen zu rechnen.

Wie kämpfte die Kurpfalz um die Burg?

1481 gelang der Kurpfalz ein Zugriff: Philipp von Hohenecken trug dem Pfalzgrafen ein Viertel seiner Burg zu Lehen auf und erhielt es als Erblehen zurück, vermutlich aus Geldmangel und ohne Mitwirkung von Kaiser und Reich. 1525 drang das Bauernheer des Kolbenhaufens mit mehr als 1.000 Mann in das Amt Lautern ein, verwüstete die Klöster Otterberg und Enkenbach und besetzte die Burg offenbar kampflos. Ob sie dabei Schaden nahm, ist ungeklärt. Philipp von Hohenecken ließ erst um 1560 die Oberburg umbauen und die Unterburg neu errichten, wovon das Tor mit der Jahreszahl 1560 zeugt.

Im Dreißigjährigen Krieg kam die Wende: 1631 musste der geächtete Kurfürst ein kaiserliches Dekret hinnehmen, das die Lehnsauftragung von 1481 für widerrechtlich erklärte, weil die Burg seit 1277 stets als Ganzes vom König empfangen worden war und die königliche Bestätigung fehlte. Kaiser Ferdinand II. belehnte die Brüder Johann Philipp und Philibert von Hohenecken mit der ganzen Burg; 1636 wurde die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Nach dem Westfälischen Frieden versuchte Kurfürst Karl Ludwig das Urteil zu revidieren. 1651 musste Philipp Franz Adolf von Hohenecken nachgeben, 1659 belehnte Kaiser Leopold die Hohenecker erneut mit der ganzen Burg, und 1664 besetzte die Kurpfalz die Anlage im Wildfangstreit, bis sie 1667 unverrichteter Dinge abzog.

In dieser Not wandte sich Philipp Franz Adolf an Herzog Karl IV. von Lothringen. Am 30. Juni 1668 verkauften er und sein Vetter Johann Reinhard von Hoheneck die Burg für 75.000 Gulden an den Herzog, noch bevor die kaiserliche Genehmigung vom 13. August eintraf. Im August rückten kurpfälzische Truppen vor Hohenecken, belagerten und beschossen es von dem südlich der Burg gelegenen Bergrücken aus. Nach fünf Tagen Artilleriefeuer, das nach den Worten des Kurfürsten nur der pfälzischen Unterburg und nicht dem kaiserlichen Lehnsteil der Oberburg galt, übergab der lothringische Kommandant die Burg und zog ab. Wenige Monate später mussten die rund fünfzig kurpfälzischen Soldaten wieder gehen: Ein Vergleich vom Januar 1669 sprach Hohenecken Lothringen zu.

Wann wurde die Burg zerstört und wem gehört sie heute?

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg besetzten französische Truppen die Burg, später wurde sie gesprengt und niedergebrannt. 1733 trat Franz III. von Lothringen im Falkensteiner Vertrag die Ruine und die Herrschaft Hohenecken im Tausch gegen andere Güter an die Kurpfalz ab. In der Französischen Revolution versteigerte der Staat die Ruine als Nationalgut an Private. Seit 1816 gehörte sie Bayern, seit 1948 dem Land Rheinland-Pfalz, heute ist die Stadt Kaiserslautern Eigentümerin.

Der Förderverein Burg Hohenecken e. V. will die Reste der Stauferburg vor weiterem Verfall bewahren. Er beantragte ehrenamtlich über mehrere Jahre Fördermittel und übernahm für die Stadt die Rechte und Pflichten des Bauherrn. Die Oberburg wurde mit einer Felssicherung, Untermauerungen der Westwand der Kemenate und der Nordwand des Nordpalas sowie einer Stahlaussteifung des Nordpalas saniert. Das erste Gutachten stammt von 2014, die Bauarbeiten begannen 2024, die Feierstunde zum Abschluss fand am 24. Oktober 2025 statt.

Wie ist die Burganlage aufgebaut?

Die Anlage in Spornlage besteht aus einer älteren Oberburg und einer unteren Anlage, die die Oberburg umfasst. Mit Zwinger und äußerem Graben misst sie etwa 50 mal 90 Meter. Der Halsgraben der Oberburg markiert das Ostende eines ovalen Felsplateaus. Er wurde später zum großen östlichen Burghof der Unterburg erweitert.

Ursprünglich beherrschte den Fels der fünfseitige Bergfried, der etwa fünf Meter hoch auf abgearbeitetem Fels sitzt. Der heute noch rund 20 Meter hohe Turmrest zeigt an der Angriffsseite im Osten und an den unteren Lagen der Rückseite Buckelquader mit Randschlag und gilt als ältester erhaltener Wehrbau der Burg. Die Außenmaße betrugen etwa 8 mal 8 Meter, der viereckige Innenraum etwa 3,6 mal 3,6 Meter. Im 17. Jahrhundert beschädigten Beschuss und Sprengung den Turm so schwer, dass nur die mit Buckelquadern verkleidete Frontseite blieb. Auf der inneren Südostseite sind in halber Höhe zwei Konsolsteine für eine Holzbalkendecke zu sehen.

Wohl gleich nach dem Turm sicherte man die gesamte Ostseite mit einer Mauer aus roten Glattquadern. Die heutige Schildmauer ist drei Meter stark, 25 Meter breit und noch 11 Meter hoch. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde sie umgebaut und erhöht, wovon neun gleichmäßige Buckelquaderschichten im oberen Viertel zeugen. Reste auf der Mauerkrone deuten auf einen gedeckten Wehrgang mit vorspringendem Schießerker aus dem 15. Jahrhundert hin.

Ruinierte Palaswand aus rotem Sandstein mit gekuppelten Rundbogenfenstern mit Mittelsäulchen und spitzem Torbogen, Rasen im Innenhof
Oberburg Palas mit gekuppelten Fenstern. Symbolbild

Welche Wohnbauten standen in der Oberburg?

Hinter dem Verteidigungsverband aus Bergfried und Schildmauer entstand eine große, dreigeteilte, hufeisenförmige Wohnanlage. Als eigentlicher Palas gilt der Nordpalas, ein Anfang des 13. Jahrhunderts errichteter rechteckiger, zweigeteilter Bau, anfangs zwei-, später mindestens dreigeschossig. In seinen Keller- und Erdgeschossräumen sitzen Lichtschlitze, die Fassade prägen unregelmäßig angeordnete, gerade, stich- oder rundbogige Fenster und Türen, vier zum Hof und fünf nach Norden. Hölzerne Treppen auf der Hofseite führten ins erste Obergeschoss. Dort beeindrucken zwei Türöffnungen und zwei gekuppelte Rundbogenfenster mit Dreiviertelsäulchen am Mittelpfosten, Laubwerkskapitell und attischer Basis; das westliche Kapitell ist eine Kopie. Vom dritten Stock bleibt nur der Zugang zu einem Aborterker. Die Fenster der Nordseite wurden in der Renaissance verändert.

Westlich schließt ein nach der Mitte des 13. Jahrhunderts erbauter Quertrakt an, der wegen seiner teils mehrgeschossigen Kamine Küchenbau heißt. Er ist stark beschädigt, seine Westseite fast ganz abgegangen; erhalten sind ein zum Teil restaurierter Aborterker und ein zugesetztes Fenster. Der Südtrakt entstand wohl erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts, hatte keinen Keller und wurde im 16. Jahrhundert nachhaltig verändert: Im ersten Obergeschoss sind zugesetzte Renaissancefenster und Türgewände zu sehen, ein polygonaler Treppenturm mit Schneckenstiege ist fast ganz verschwunden.

Was blieb von der Unterburg und dem Zwinger?

Die Unterburg wuchs in mehreren Phasen. Die ältesten Teile lagen auf der Südseite hinter dem inneren Halsgraben, unterhalb des Südendes der Schildmauer stand der heute verschwundene untere Torbau des 13. Jahrhunderts. Er erschloss die Oberburg und später einen Zwinger, der die Oberburg hufeisenförmig im Süden, Westen und Norden umschloss. Von der äußeren Zwingermauer aus Bruchsteinen steht aufgehendes Mauerwerk nur noch im Nordwesten; im südlichen Abschnitt sind die Fundamente eines rechteckigen Flankierungsturms aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert erhalten.

Im 15. Jahrhundert bezog man das Gelände östlich der Schildmauer ein und verbreiterte den Halsgraben zu einem vorburgähnlichen Areal. Eine mehrere Meter hohe Felsbarre im Osten schützte es als zweite Schildmauer und diente im späten 16. und im 17. Jahrhundert als Geschützplattform. Vor ihr wurde ein neuer Halsgraben eingetieft, der teilweise verschüttet ist. Balkenlöcher im Fels und eine in den Fels geschlagene große Kammer erinnern an ein angelehntes Gebäude. Das große Areal ist seit 1875 oder 1905 wiesenähnlich. Entlang der Südseite sind die Grundmauern und die westliche Giebelseite eines langen, einst zweigeschossigen Wirtschaftsbaus erhalten, der im Osten an den jüngeren Torbau mit Zugbrücke stieß.

Was hat die Rochuskapelle mit der Burg zu tun?

Am Weg zur Burg steht die Rochuskapelle, ein kleiner ländlicher Saalbau des Spätbarocks. Sie entstand 1747 und 1748 an der Stelle einer älteren Kapelle, die der Pfälzische Erbfolgekrieg zerstört hatte; Kurfürst Carl Theodor stiftete Geld, und Steine der Burgruine wurden wiederverwendet. Weil der heilige Rochus als Schutzpatron gegen die Pest gilt, heißt sie auch Pestkapelle. Sie ist seit 1983 als Kulturdenkmal eingetragen. 1877 wurde sie Pfarrkirche, 1897 kam daneben die größere neugotische Kirche St. Rochus hinzu. Seit 1997 organisiert der Freundeskreis Rochuskapelle Konzerte, Lesungen und Vorträge.

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Häufige Fragen zur Burg Hohenecken

Kostet der Besuch der Burg Hohenecken Eintritt?

Nein. Die Burg gehört der Stadt Kaiserslautern und ist kostenlos und jederzeit zugänglich.

Wo parkt man am besten?

An der Burgherrenhalle in der Forststraße 2a. Von dort führt der Weg durch den Ort und an der Rochuskapelle vorbei steil zur Burg.

Wem gehörte die Burg?

Sie war Reichslehen der Herren von Hohenecken, später Ganerbenburg mehrerer Familien. Über Lothringen kam sie 1733 an die Kurpfalz, seit der Französischen Revolution an Private, dann an Bayern und das Land Rheinland-Pfalz. Heute gehört sie der Stadt Kaiserslautern.

Was ist der älteste Teil der Burg?

Der fünfseitige Bergfried mit seinen Buckelquadern. Von ihm stehen noch etwa 20 Meter.

Wer kümmert sich um die Ruine?

Der Förderverein Burg Hohenecken e. V. beantragte die Fördermittel für die Sanierung der Oberburg, die 2025 abgeschlossen wurde.

Passend dazu: Zu den Reichsministerialenburgen im Lauterer Reichsgut zählt auch die Burgruine Beilstein im Stiftswald.

Quellen: KuLaDig: Burgruine Hohenecken auf dem Schlossberg (Keddigkeit, Kasprick, Dreyer); KuLaDig: Rochuskapelle in Hohenecken; Stadt Kaiserslautern: Oberburg der Burg Hohenecken ist fertig saniert; Stadt Kaiserslautern: Burg Hohenecken. Stand: November 2026.