Pfalz.info

Bereiche · entlang der Route

  1. Wein & Weinstraße
  2. Wandern & Pfälzerwald
  3. Burgen & Felsen
  4. Städte & Orte
  5. Camping & Unterkünfte
  6. Feste & Kulinarik
  7. Reiseplanung
  8. Land & Leute

km 0 Bockenheim Schweigen km 85

Burgen & Felsen

Teufelstisch bei Hinterweidenthal: der berühmteste Felsen der Pfalz

Ein 14 Meter hoher Pilzfelsen aus Buntsandstein mit Sage

Stand: · 7 Min. LesezeitHinterweidenthal · Pilzfelsen, rund 14 m

Pilzförmiger Sandsteinfelsen mit breiter Deckplatte auf schmalem Sockel zwischen Kiefern, Seitenlicht
Felsformation Pilzfelsen im Kiefernwald. Nicht der Felsen selbst. Symbolbild

Kurz gesagt

Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal ist ein rund 14 Meter hoher Pilzfelsen aus Buntsandstein im Wasgau und gilt als bekanntester Felsen der Pfalz. Er entstand durch Verwitterung der Sandsteinschichten, eine Sage führt ihn auf den Teufel zurück. Der Fels ist ganzjährig zugänglich; vom Parkplatz am Erlebnispark führt ein kurzer Anstieg hinauf.

Was ist der Teufelstisch?

Der Teufelstisch ist ein Pilzfelsen: ein schmaler Sockel aus Sandstein trägt eine breite Felsplatte, sodass die Form an einen Tisch erinnert. Er steht bei Hinterweidenthal im deutschen Teil des Wasgaus, dem südlichen Pfälzerwald, und ist mit rund 14 Metern Höhe deutlich größer als die übrigen Pilzfelsen der Region. Die Pfalz.Touristik zählt im Pfälzerwald mehr als 20 solche Felsen, alle wesentlich kleiner. Der Teufelstisch gehört zu den landschaftlichen Wahrzeichen der Pfalz.

Nach der Urlaubsregion Hauenstein ist er ein Naturdenkmal aus Buntsandstein und zählt zu den Top Ten der Naturwunder Deutschlands; er ist das Wahrzeichen der Region. Wer ihn besuchen will, sollte wissen, dass es mehrere Teufelstische gibt, etwa bei Salzwoog und bei Eppenbrunn; der hier beschriebene ist der von Hinterweidenthal. Was die bekanntesten Felsen der Pfalz sonst ausmacht, beschreibt die Seite Felsen der Pfalz.

Wie ist der Pilzfelsen entstanden?

Der Teufelstisch besteht aus Buntsandstein, der vor rund 250 Millionen Jahren abgelagert wurde. Nach der Ortsgemeinde Hinterweidenthal war weite Teile Mitteleuropas damals von einem flachen Binnenmeer bedeckt; Sand, Ton und andere Sedimente verfestigten sich zu Gestein, dessen rötlich-gelbe Farbe vom hohen Eisenoxidanteil stammt. Später trugen Erosion, Wind, Regen, Frost und Hitze über Jahrmillionen die weicheren Schichten ab, die härteren blieben stehen. So entstanden die skulptural wirkenden Felsen der Region; die Pilzform ist das Ergebnis dieser ungleichen Verwitterung.

Die Pfalz.Touristik betont, dass „ungemein lange mechanische und chemische Vorgänge“ nötig waren, bis der Fels seine heutige Gestalt hatte. Das Farbenspiel ändert sich mit dem Licht: Nach der Ortsgemeinde leuchtet das Gestein mittags in kräftigem Rot, Ocker und Orange, morgens und abends in sanfteren Rosé- und Violetttönen.

Hoher Sandsteinpfeiler mit überstehender Deckplatte im Kiefernwald
Pilzfels Eine Deckplatte auf schmalem Sockel. Symbolbild

Welche Sage erzählt man über den Teufelstisch?

Einer Legende nach hat der Teufel selbst den Felsen errichtet. Die bekannteste Fassung ist ein Gedicht aus dem Jahr 1842, das die Verbindung zur Burg Altdahn herstellt: Als Musikant verkleidet, trifft der Teufel eine Ausflugsgesellschaft von der Dahner Burg und unterhält die Damen mit Musik. Die Ritter bitten ihn nicht zu Tisch, er gerät in Wut, tötet die Ritter, brät ihre Herzen und serviert sie den Damen auf einem Felsentisch. Wie bei vielen Burgensagen der Pfalz wurde die Erzählung im 19. Jahrhundert aufgeschrieben und ausgeschmückt, als das Mittelalter neu entdeckt wurde; die GDKE verweist darauf in ihren Beiträgen zu Mythen und Legenden.

Wie kommen Sie zum Teufelstisch, und wie lang ist der Weg?

Der übliche Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Erlebnispark Teufelstisch am Fuß des Berges. Von dort führt ein kurzer Anstieg zum Felsen; die Quellen nennen dafür unterschiedliche Werte, nämlich 300 Meter Fußweg beziehungsweise rund 20 Minuten Anstieg. Wer sich mehr Zeit nimmt, geht die Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour, einen Premiumweg von rund 9,5 Kilometern und rund drei Stunden. Die Urlaubsregion Hauenstein beschreibt sie: Sie startet am Parkplatz des Erlebnisparks, führt über schmale Pfade durch ein kleines Tal nach Salzwoog und von dort zum Höhepunkt, dem Teufelstisch. Der Rückweg führt zum Ausgangspunkt, mit der Möglichkeit eines Abstechers in den Erlebnispark.

Zur Verpflegung sollten Sie auf der Tour Rucksackverpflegung mitnehmen; Einkehr gibt es nach der Urlaubsregion unmittelbar in der Nähe des Erlebnisparks oder in der Ortsgastronomie. Mit dem Auto erreichen Sie Hinterweidenthal über die B 10; von dort führen Ortsstraßen nach Kaltenbach zum Parkplatz. Kürzere Runden und weitere Ziele im Wasgau finden Sie unter Rundwanderungen; den Naturraum erklärt die Seite zum Wasgau.

Neben dem Teufelstisch nennt die Ortsgemeinde Hinterweidenthal weitere Felsen in der Umgebung: den Heufelsen, den Heibertstein, den bei Kletterern beliebten Rappenfels und den Drei-Königs-Felsen mit seinen aufragenden Felsnadeln. Dazu kommen die Reste historischer Buntsandsteinbrüche, in denen früher Material für Häuser, Mauern und Straßen gewonnen wurde. Fotografen schätzen den Teufelstisch laut Ortsgemeinde besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Gestein rötlich leuchtet; der kurze Wanderweg dorthin ist mit Infotafeln ausgestattet.

Darf man auf den Teufelstisch klettern?

Die Pfalz.Touristik vermerkt, dass der Teufelstisch von Kletterern erklommen werden darf. Für Besucher ohne Klettererfahrung ist er ein Fels zum Anschauen. Wer klettert, sollte die Regeln der Vereinigung der Pfälzer Kletterer und die Sperrliste kennen: Die meisten Sperrungen dienen dem Schutz brütender Wanderfalken, Uhus und Kolkraben und gelten je nach Art von Anfang Februar bis Anfang Juni beziehungsweise Anfang Juli. Auf der aktuellen Sperrliste (Stand 27.10.2026) steht im Hinterweidenthaler Gebiet der Heufels, der Teufelstisch selbst steht dort nicht. Sperrschilder vor Ort haben Vorrang vor jeder Liste. Mehr zu Regeln, Gebieten und Naturschutz steht auf der Seite Klettern in der Pfalz.

Gibt es weitere Teufelstische in der Pfalz?

Ja, der Name kommt mehrfach vor, denn auffällige Pilzfelsen regten die Fantasie der Menschen an. Die Pfalz.Touristik führt neben dem Hinterweidenthaler Teufelstisch mehrere weitere auf. Sie sind kleiner und weniger bekannt, aber ebenfalls frei zugänglich.

NameOrtHinweis der Pfalz.Touristik
Salzwooger TeufelstischSalzwoog (Ortsteil von Lemberg)5 km südwestlich des Hinterweidenthaler, einer von etwa 20 pilzartigen Felsen, ganzjährig frei zugänglich
Eppenbrunner TeufelstischEppenbrunnPilzfelsen aus Buntsandstein, Start am Wanderparkplatz, auch über den Premiumweg Altschlosspfad von rund 10 km erreichbar
Kleiner Teufelstisch beim EulenfelsEppenbrunnkleiner Pilzfelsen am Rand der Eulenfels-Tour
Kleiner TeufelstischPfälzer Mühlenlandan der rund 14 Kilometer langen Rundtour des Keltenpfads

Alle diese Felsen sind Buntsandsteingebilde ähnlich dem großen Bruder bei Hinterweidenthal. Wer nur Zeit für einen hat, wählt wegen Zugang, Parkplatz und Erlebnispark den Hinterweidenthaler.

Was können Sie mit Kindern vor Ort unternehmen?

Unterhalb des Felsens liegt der Erlebnispark Teufelstisch, ein kostenfreier Park für Familien; nur für die barrierefreie Minigolfanlage wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Zum Angebot gehören nach den Angaben von Pfalz.Touristik und Verbandsgemeinde ein Felsenmeer mit geologischem Lehrpfad, eine Seilbahn, ein Wasserspielplatz, ein Kleinkinderspielplatz und eine Riesenrutsche von 50 Metern Länge. Ein großer Teil der Einrichtungen ist für Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung nutzbar; es gibt Behindertenparkplätze und -toiletten. Hunde sind im Erlebnispark nicht erlaubt.

Die Saison 2026 ist nach der Pfalz.Touristik beendet; der Park öffnet im Frühjahr 2027 wieder, während der Saison täglich von 10 bis 18 Uhr (Stand 27.10.2026). Einen größeren Überblick über familiengeeignete Burgen und Felsen bietet die Seite Burgen mit Kindern. Der Felsen selbst und der Parkplatz sind ganzjährig erreichbar.

Wie reisen Sie ohne Auto an?

Der Bahnhof Hinterweidenthal liegt an der Queichtalstrecke mit Anschluss nach Landau, Neustadt und Karlsruhe sowie nach Pirmasens, Saarbrücken und Kaiserslautern. Von Mai bis Oktober verkehrt mittwochs sowie samstags und sonntags der Ausflugszug Bundenthaler beziehungsweise Felsenland-Express von Mannheim und Karlsruhe nach Bundenthal-Rumbach. Die Bushaltestelle am Bahnhof wird montags bis freitags von den Linien 250, 251 und 252 bedient, samstags, sonn- und feiertags von den Linien 250 und 251; Auskünfte gibt der Südwestpfalz Nahverkehr. Die Fahrzeiten finden Sie beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Wie weit der Weg vom Bahnhof zum Parkplatz am Erlebnispark ist, nennen die Quellen nicht; planen Sie ihn vorab im Kartenmaterial ein. Für die Anreise zum Felsenland insgesamt siehe auch Dahner Felsenland.

Unterkunft & Camping in der Pfalz

Übernachten lässt sich fast überall: beim Winzer, im Hotel in der Altstadt oder auf dem Campingplatz am Waldrand. Zu Mandelblüte, Wurstmarkt und Weinlesefest früh buchen.

  • Weingut & Gästezimmer

    Viele Weingüter vermieten Zimmer oder Ferienwohnungen, oft mit Weinprobe im Hof.

    Übernachten beim Winzer
  • Hotel & Ferienwohnung

    Bad Dürkheim, Deidesheim, Neustadt, Landau und Bad Bergzabern bieten die größte Auswahl.

    Hotels in der Pfalz
  • Camping & Wohnmobil

    Plätze am Rand des Pfälzerwalds, an Badeseen und Stellplätze bei Weingütern.

    Camping in der Pfalz

Hotels in der Pfalz vergleichen Partnerlink zu reise.de

Pfalz.info ist unabhängig und vermittelt keine Buchungen.

Häufige Fragen zum Teufelstisch

Wie hoch ist der Teufelstisch?

Rund 14 Meter, so nennen es die Pfalz.Touristik und die Ortsgemeinde Hinterweidenthal. Der Bergrücken, auf dem der Fels steht, erhebt sich zusätzlich über das Tal.

Wo parkt man für den Teufelstisch?

Am Parkplatz des Erlebnisparks Teufelstisch in Hinterweidenthal. Er ist auch Start und Ziel der Teufelstisch-Tour.

Ist der Teufelstisch mit Kinderwagen erreichbar?

Dafür gibt es keine gesicherte Angabe. Der Weg steigt vom Parkplatz an, deshalb ist ein Kinderwagen vermutlich nur eingeschränkt geeignet. Der Erlebnispark unterhalb ist dagegen in großen Teilen barrierefrei.

Warum heißt er Teufelstisch?

Der Name geht auf eine Sage zurück, nach der der Teufel den Felsen als Tisch aufgebaut haben soll. Das Gedicht von 1842 verbindet ihn mit einem Festmahl bei der Burg Altdahn.

Wie lang ist die Teufelstisch-Tour?

Die Urlaubsregion Hauenstein nennt rund 9,5 Kilometer und rund drei Stunden Gehzeit. Start und Ziel ist der Erlebnispark.

Quellen: Pfalz.Touristik: Teufelstisch; Pfalz.Touristik: Erlebnispark Teufelstisch; Pfalz.Touristik: Bahnhof Hinterweidenthal; Urlaubsregion Hauenstein: Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour; Ortsgemeinde Hinterweidenthal: Naturwunder; GDKE: Dahner Burgen (Mythen und Legenden); Vereinigung der Pfälzer Kletterer: Sperrliste; Wikipedia: Teufelstisch (Hinterweidenthal). Stand: Oktober 2026.