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Hettenleidelheim: Urkunde 1155, Tonbergbau, Weistum von 1556 und zwei jüdische Friedhöfe
Doppeldorf im Leiningerland mit Urkunde von 1155, Herrschaft des Bischofs von Worms, Weistum von 1556, Tonbergbau seit 1767, Chamottefabrik von 1901 und zwei jüdischen Friedhöfen

Kurz gesagt
Hettenleidelheim liegt im Landkreis Bad Dürkheim im Leiningerland und besteht aus den Dörfern Hettenheim und Leidelheim, die seit 1556 gemeinsam ein Dorfgericht bilden. Hettenheim wird 1155 erstmals erwähnt, Leidelheim 1267. Das Hochstift Worms herrschte über beide Dörfer, deshalb blieben sie katholisch. Seit dem 18. Jahrhundert prägte der Tonbergbau den Ort, bis 1901 die Pfälzischen Tonwerke Hagenburger-Schwalb entstanden.
Wo liegt Hettenleidelheim?
Hettenleidelheim liegt im Landkreis Bad Dürkheim im Leiningerland, nicht weit vom Pfälzerwald. Der Ort gehört zur Verbandsgemeinde Leiningerland, die 2018 aus den Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim entstand. Die frühere Verbandsgemeinde Hettenleidelheim hatte die Landesregierung bei der Verwaltungsreform von 1969 eingerichtet, gegen beträchtlichen Widerstand aus der Region. Fünf Ortsgemeinden gehörten zu ihr, und Hettenleidelheim war ihr Verwaltungssitz.
Der Name verrät die Entstehung: Zwei Dörfer wuchsen zu einem zusammen. Hettenheim und Leidelheim lagen ursprünglich mehr als einen Kilometer auseinander, dazwischen erstreckte sich unbebautes Land. Wer sich besuchen wollte, musste über unbebautes Land wandern. Nachbar ist Wattenheim, mit dem Hettenleidelheim sogar ein gemeinsames Spritzenhaus teilt; auch Eisenberg gehört zur Nachbarschaft, in dessen Richtung das Tonflöz unter Hettenleidelheim absinkt. Die Kreisstadt Bad Dürkheim und Grünstadt sind die nächsten größeren Orte.
Wie alt sind Hettenheim und Leidelheim?
Beide Dörfer sind viel älter als ihre ersten Erwähnungen. Sie entstanden wie fast alle Orte auf -heim im 6. Jahrhundert, als die Franken nach dem Ende des Römischen Reiches die Region besiedelten. Menschen lebten allerdings schon früher auf der Gemarkung: Keltische Hügelgräber im Wald und römische Bodenfunde beim Bau des Schwimmbades und auf den Tonfeldern belegen eine Besiedlung lange vor den Franken. Wie die Römer in der Pfalz das Land erschlossen, beschreibt die zugehörige Seite.
Die schriftliche Überlieferung setzt spät ein. Viele Nachbardörfer tauchen schon im 8. Jahrhundert auf, weil sie mit dem Kloster Lorsch verbunden waren, dessen Schenkungsbuch erhalten blieb. Hettenheim und Leidelheim gehörten nicht dazu. Ihre ersten Erwähnungen betreffen das Kloster Ramsen.
Was berichtet die Urkunde von 1155?
Hettenheim erscheint 1155 als „Hitenheim“ in einer Urkunde, die noch im Original im Bayerischen Staatsarchiv in München liegt. Das Pergamentblatt fasst die Schenkungen zusammen, die Berthold von Winzingen und seine Angehörigen seit 1146 dem von ihm gegründeten Benediktinerinnenkloster Ramsen gemacht hatten: Ländereien bei Ramsen samt Knechten und Mägden, dazu Güter in Grünstadt und Eisenberg, in Gimmeldingen, Friedelsheim und eben in „Hitenheim“. Der lateinische Satz „et quodquod habebant aput hitenheim“ bedeutet „und das, was sie in Hitenheim besaßen“.
Die Urkunde ist nicht datiert und trägt weder Siegel noch Handzeichen. Als Bestätiger der Schenkungen tritt Kaiser Friedrich Barbarossa auf. Die Urkunde sollte ihm auf seinem ersten Hoftag nach der Kaiserkrönung 1155 in Worms zur Unterzeichnung vorgelegt werden. Hettenheims Erwähnung 1155 steht dennoch fest. Zur Zeit der Staufer erzählt die Seite zu den Saliern und Staufern. Einige der in der Urkunde genannten Dörfer sind seither verschwunden; die Seite zu den Wüstungen im Pfälzerwald erklärt, wie Siedlungen untergingen.
Wann erscheint Leidelheim in den Quellen?
Leidelheim erscheint erstmals 1267. Ein Schiedsgericht schlichtete damals einen Streit zwischen dem Kloster Ramsen und der Gemeinde Eisenberg um den Wald „Osterscheit“ und um ein Grundstück, bei dem unklar war, ob es zur Eisenberger oder zur Hettenheimer Gemarkung gehörte. Als Zeugen traten unter anderem drei Bauern namens Gerhardus, Arnoldus und Wilhelmus „de Luttelheim“ auf. Familiennamen waren zu dieser Zeit noch nicht üblich.
1361 tauschte das Kloster Ramsen mit den Rittern Friedrich und Wolf von Meckenheim Besitz. Die Nonnen gaben ein Gut in Leidelheim ab, das auch Grundstücke auf Hettenheimer Gemarkung umfasste, und behielten ein Hofgut in Friedelsheim. Der Tausch wirkt bis heute nach: Dass Pfarrhaus, Pfarrbücherei und Jugendheim so viel Grund besitzen, liegt daran, dass sie im Kern auf diesem damals eingetauschten Gut stehen.

Warum herrschte der Bischof von Worms?
Die wesentlichen Teile beider Dörfer gehörten dem Frauenkloster Ramsen. Dessen weltliche Schutzvögte waren die Herren von Kirchheim-Stauf, später die Grafen von Nassau-Saarbrücken als Besitzer der Herrschaft Stauf. Dadurch unterschied sich die Zugehörigkeit von Hettenheim und Leidelheim bis zum Ende des Alten Reiches von der der leiningischen Dörfer im Süden und der Dörfer der Herrschaft Stauf im Norden. Die Kirche regierte beide Orte, und deshalb blieben sie im Gegensatz zu fast der gesamten Umgebung katholisch.
Im 15. Jahrhundert gerieten viele Klöster in wirtschaftliche Not, fanden kaum Novizen und mussten Besitz verkaufen. Das Kloster Ramsen wurde 1485 aufgelöst. Um die Ländereien stritten sich der Bischof von Worms und die weltlichen Schutzvögte. Der Bischof setzte sich durch, weil ihm der Papst das Kloster selbst zusprach. Fortan waren die Wormser Bischöfe nicht nur geistliche, sondern auch politische Herren von Leidelheim und Hettenheim. Auch Dirmstein gehörte zum Hochstift Worms; die Stadt des Bischofs stellt die Seite Worms vor.
Streit mit Nassau blieb nicht aus. Über Jagdrechte im Stumpfwald und über Grenzen schlossen beide Seiten mehrere Verträge. 1555 legte ein Staatsvertrag fest, dass Hettenheim und Leidelheim mit hoher und niedriger Obrigkeit dem Bischof gehören. Nur die Personensteuer, die Leibbeed, stand den Nassauern weiterhin zu.
Was regelt das Weistum von 1556?
Ein Jahr nach dem Vertrag, 1556, schrieben die Dörfer ein gemeinsames Ortsrecht nieder, das Hetten- und Leidelheimer Weistum. Ein Weistum hält überliefertes Recht fest: Rechte und Pflichten der Bauern, des Dorfgerichts und der Herrschaft. Staatsvertrag und Weistum markieren den kommunalpolitischen Zusammenschluss beider Dörfer unter einem Dorfgericht. Aus diesem Grund feierte die Gemeinde 2006 das 450-jährige Bestehen der Gesamtgemeinde, ein Jahr nach der Feier „850 Jahre“ zur Urkunde von 1155.
Zur Reformation gab es einen Sonderfall. Der Augsburger Religionsfriede von 1555 erlaubte den weltlichen Reichsständen den Übertritt zum Protestantismus, die geistlichen Fürsten sollten katholisch bleiben. Rechtlich galt das auch für die Wormser Dörfer. Tatsächlich besaß keines der beiden Dörfer einen eigenen Pfarrer. Leidelheim war Filiale von Wattenheim in der Grafschaft Leiningen, Hettenheim Filiale des nassauischen Eisenberg. Beide Pfarrorte wurden mit ihren Landesherren protestantisch, und so hörten die Hettenleidelheimer 70 Jahre lang protestantische Predigten. Erst um 1625, mitten im Dreißigjährigen Krieg, der die Dörfer nahezu entvölkerte, wurden die Bewohner unter dem Druck spanisch-kaiserlicher Truppen in die einzige katholische Pfarrei der Umgebung, Neuleiningen, umgepfarrt. Mehr zu dem Ort bietet die Seite zu Neuleiningen.
Wie entstand die Pfarrkirche St. Peter und St. Hubertus?
Die Dörfer besaßen zwei Kapellen: die Peterskapelle mitten im heutigen Ort und die etwas größere Stephanuskapelle auf dem heutigen Kriegerhain, der ihr alter Kirchhof war. Die dortigen Grabsteine, etwa aus dem Pestjahr 1666, sind die ältesten sichtbaren Zeugnisse der Ortsgeschichte. 1705 erhob man Hettenleidelheim zur Pfarrei, seit 1707 sitzt regelmäßig ein Ortsgeistlicher am Ort. Nach jahrzehntelangem Streit mit Nassau um die Baulast an der Hettenheimer Kapelle entstand von 1720 bis 1724 der barocke Saalbau, der an die Peterskapelle anschließt. Sie wurde zum Altarraum. Die Stephanuskapelle riss man ab.
Der Bau in der Hauptstraße 15 wuchs im 19. Jahrhundert mit dem Ort. Die neuromanische Osterweiterung entstand 1897 bis 1901 nach Plänen des Neustadter Architekten Wilhelm Schulte I., der Westturm folgte um 1930. An der Nordseite stehen barocke Grabkreuze und Grabsteine des 18. Jahrhunderts, nordwestlich der Kirche liegt eine Lourdesgrotte vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Zur Zeit des Kirchenbaus von 1720 bis 1724 lebten im Doppeldorf etwas mehr als 300 Einwohner.
Die evangelische Kirche am Kreuzweg 9 ist ein Zentralbau in barockisierendem Heimatstil von 1952, entworfen von Hansgeorg Fiebiger. Daneben stehen mehrere Wegekreuze auf der Gemarkung: ein Sockel an der Hauptstraße mit der Jahreszahl 1747, ein Sandsteinkreuz von 1908 an der Tiefenthaler Straße, ein neubarocker Sockel von 1891 an der Ramser Straße sowie am Lauberweg ein Kreuz mit Sockel von 1907 und ein neugotisches Gusseisenkreuz von 1884.

Warum wurde Ton zum Reichtum des Ortes?
Noch zur Zeit der Wormser Bischöfe begann der Tonbergbau. Mindestens seit 1767 bestand eine staatliche Tongrube, aus der 1792 in einem Dreivierteljahr 2.655 Zentner verkauft wurden. Der Erlös betrug 796 Gulden, von denen nach Abzug von Löhnen und Kosten ziemlich genau die Hälfte als Reingewinn blieb. Mit der Pfalz kam Hettenleidelheim 1797 zu Frankreich und 1816 zum Königreich Bayern. Welche Rolle die Grube in dieser Zeit spielte, ist nicht überliefert.
Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Bergbau größere Ausmaße an. Abnehmer waren zunächst Glashütten, später die eisenverhüttende Industrie. Wer ein Feld mit tonerdehaltigem Boden besaß, legte eine Tagebaugrube an, in der im Tagelohn oder Akkord schwer gearbeitet wurde. Die Besitzer wurden zu „Tonherren“. Das Tonflöz sank in Richtung Eisenberg bis auf 70 Meter Tiefe ab, weshalb Schächte und Stollen nötig wurden. Dutzende Eigentümer betrieben zeitweise Gruben und Schächte; ein Zeitgenosse verglich die Lage mit dem kalifornischen Goldrausch von 1848.
Der Wettbewerb drückte Preise und Löhne. Bei den Tonherren wuchs der Reichtum, bei den Erdgräbern die Armut. Die Gegensätze stärkten die Sozialdemokratie, die ihrerseits kirchliche Gegenbewegungen auslöste. Zweimal versuchten die Grubenbesitzer um 1900, sich zu einer Verkaufsgesellschaft zusammenzuschließen, und beide Male zerstritten sie sich. Wie der Untergrund der Pfalz entstand, erklärt die Seite zur Geologie der Pfalz; die Bergbaugeschichte der Nachbarschaft erzählt die Seite zu Eisenberg.
Was waren die Pfälzischen Tonwerke?
Dauerhaft war die Gründung einer Chamottefabrik im Jahr 1901, der Pfälzischen Tonwerke Hagenburger-Schwalb. Eine Konkurrenzgründung namens Union wurde bald von ihr übernommen. Die Fabrik und die Gruben gaben Hunderten Hettenleidelheimern über Jahrzehnte Lohn und Brot. In den 1930er Jahren ging das Unternehmen an den Hoesch-Konzern, später an Didier, und es verschwand in den 1980er Jahren. Das Jubiläumslied von 1955 nannte den Ort „weit in aller Welt bekannt“. Die Krise der Stahlindustrie in den 1960er Jahren ließ Förderung und Verarbeitung schrumpfen.
Die Bahn folgte dem Ton. 1895 entstand die Eisenbahnstrecke von Ebertsheim her, die in den 1980er Jahren abgebaut wurde. Der ehemalige Bahnhof in der Fabrikstraße von 1894 ist ein zweieinhalbgeschossiger späthistoristischer Sandsteinquaderbau mit eingeschossiger Packhalle, entworfen von Carl Jakob von Laval und Hermann Kaerner. Das Bürogebäude und Beamtenwohnhaus der Pfälzischen Tonwerke in der Fabrikstraße 10 ist ein repräsentativer Walmdachbau in klassizisierendem Heimatstil von 1919; eine barockisierende Autohalle mit Wohnung kam 1924 hinzu. Auf dem Friedhof stehen die Grabmäler der Familien Hagenburger, Hermann, Muschi und Schwalb, die ab 1865 und 1890 entstanden. In den 1970er Jahren erbte die Gemeinde das Millionenvermögen der „Dr. Heinrich und Margarethe Schwalbschen Stiftung“ und baute auf ererbtem Grund ihren ersten eigenen Kindergarten.
Mit dem Ende der Förderung wurde Hettenleidelheim zu einer Wohngemeinde. Wie sich die Wirtschaft der Region wandelte, fasst die Seite zur Wirtschaft der Pfalz zusammen.

Welche Bauten prägen die Hauptstraße?
Viele Denkmäler entstanden in der Zeit des Tonbooms zwischen 1890 und 1927. Das ehemalige Rat- und Schulhaus in der Hauptstraße 114/116 besteht aus spätklassizistischen Walmdachbauten; die rechte Hälfte entstand 1838 bis 1841, die symmetrische Ergänzung mit Uhr- und Glockenturm um 1865. Die Luitpoldschule in der Hauptstraße 27, ein mehrteiliger Mansarddachbau, trägt die Jahreszahl 1908. Das katholische Pfarrhaus in der Hauptstraße 18 ist ein villenartiger Putzbau von 1911 mit Landhausstilmotiven.
Weitere Beispiele sind das gründerzeitliche Haus Hauptstraße 97 von 1899 mit treppengiebelbekrönten Seitenrisaliten, das späthistoristische Eckhaus Hauptstraße 52 von 1906 aus Sandsteinquadern und das ehemalige Postamt in der Hauptstraße 103 von 1927 in barockisierendem Heimatstil. Die villenartigen Wohnhäuser Hauptstraße 30 und 32 von 1914 und 1915 prägen im Landhausstil das Straßenbild. In der Bahnhofstraße steht das dreiteilige neuklassizistische Haus Nummer 3 von 1915, und das ehemalige Gasthaus „Zum Kriegerhain“ in der Bahnhofstraße 31 ist ein Bruchsteinbau von 1890. Ein spätbarockes Portal von 1807 steht an der Hauptstraße 120.
Was erzählen die beiden jüdischen Friedhöfe?
Hettenleidelheim besitzt zwei jüdische Friedhöfe. Der alte Friedhof in der Bahnhofstraße entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war bis 1864 belegt. Vier Grabsteine aus den Jahren 1776 und 1777 sind erhalten, dazu ein Gedenkstein von 1968, geschaffen von Theo Rörig. Seit 1965 bildet die Anlage zusammen mit dem Kriegerhain eine Parkanlage.
1864 legte die jüdische Gemeinde einen neuen Friedhof östlich des Ortes an, nördlich der Landesstraße 453 in Richtung Tiefenthal. Er besitzt noch Reste der alten Umfassungsmauer und 128 Grabsteine aus der Zeit von 1865 bis ins 20. Jahrhundert. Beide Anlagen stehen unter Denkmalschutz. Wie jüdisches Leben in der Region überliefert ist, behandelt die Seite zu jüdischen Friedhöfen und Synagogen in der Pfalz.
Was ist der Kriegerhain?
Der Kriegerhain in der Bahnhofstraße 31 ist der alte Kirchhof der Stephanuskapelle und zugleich ein Park. Er wurde 1915 als Kriegerhain angelegt. In der Umfassungsmauer stecken barocke Grabplatten und Grabkreuze, dazu ein ehemaliges Friedhofskreuz. Der Hain trägt Denkmäler für die Kriege von 1870/71, 1914/18 und 1939/45: einen bekrönten Obelisken, ein Christusrelief, einen Soldaten von 1929 und einen von Kreuzen umfassten Quader. So liegen mittelalterliche Begräbnisorte, barocke Grabmäler und Gedenkorte des 20. Jahrhunderts auf derselben Fläche.
Seit wann gibt es das Freibad?
Eine Besonderheit ist das Freibad. 1928 baute die damalige Wasserbaugenossenschaft „Volkswohl“ in den Sauer- und Ochsenwiesen am Rand des Dorfes ein Bad mit einem Becken von 50 mal 20 Metern und hölzernen Umkleidekabinen, in der Rekordzeit von sechs Monaten. Bei der Fertigstellung im Juni 1928 galt es als eine der modernsten Anlagen weit und breit. Das Becken wurde mit Quellwasser aus den Sauerwiesen gefüllt, die ständig frisches Wasser lieferten. Es war auf Jahre das einzige Freibad im Bezirk Grünstadt. Mehr zu den Bademöglichkeiten der Region bietet die zugehörige Seite.
Wie lässt sich Hettenleidelheim erkunden?
Ein Rundgang beginnt am besten an der Pfarrkirche in der Hauptstraße, führt am ehemaligen Rat- und Schulhaus vorbei zur Bahnhofstraße mit dem Kriegerhain und dem alten jüdischen Friedhof und endet an der Fabrikstraße mit dem ehemaligen Bahnhof und dem Bürogebäude der Tonwerke. Wer weiter möchte, folgt dem Kraut-und-Rüben-Radweg oder wandert in den nahen Pfälzerwald, in dessen Randlage Leidelheim und Hettenheim liegen.
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Pfalz.info ist unabhängig und vermittelt keine Buchungen.
Häufige Fragen zu Hettenleidelheim
Wann wird Hettenleidelheim erstmals erwähnt?
Hettenheim 1155 in einer Urkunde für das Kloster Ramsen, Leidelheim 1267 in einem Schiedsspruch um den Wald Osterscheit.
Warum heißt der Ort Hettenleidelheim?
Er entstand aus den Dörfern Hettenheim und Leidelheim, die 1555 und 1556 unter einem gemeinsamen Dorfgericht zusammengeführt wurden.
Warum ist Hettenleidelheim katholisch?
Beide Dörfer gehörten zum Kloster Ramsen und ab 1485 dem Bischof von Worms, der als geistlicher Fürst katholisch blieb.
Wovon lebte der Ort früher?
Vom Tonbergbau, der seit mindestens 1767 belegt ist und mit der Chamottefabrik von 1901 bis in die 1980er Jahre die Arbeitsplätze stellte.
Wie viele Grabsteine hat der neue jüdische Friedhof?
128 Grabsteine aus der Zeit von 1865 bis ins 20. Jahrhundert; der Friedhof wurde 1864 angelegt.
Zu welcher Verbandsgemeinde gehört Hettenleidelheim?
Zur Verbandsgemeinde Leiningerland im Landkreis Bad Dürkheim.
Quellen: Verbandsgemeinde Leiningerland: Hettenleidelheim; GDKE Rheinland-Pfalz: Denkmalverzeichnis Landkreis Bad Dürkheim. Stand: November 2026.